Altech-Pläne am Industriepark: Produktion von Festkörper-Batterien

Joint Venture mit dem Fraunhofer Institut IKTS zu neuen Festkörperbatterien

Altech hat zusammen mit dem Fraunhofer Institut für keramische Technologien und Systeme (IKTS) ein Joint-Venture abgeschlossen. Ziel der neu gegründeten Altech Batteries GmbH ist es, eine Natrium-Aluminiumoxid-Festkörperbatterie (Sodium Alumina Solid State, SAS) unter dem Produktnamen Cerenergy® zu produzieren und zu vertreiben. Am zukünftigen Altech-Standort im Industriepark Schwarze Pumpe soll ein Werk für die Fertigung errichtet werden. Das Werk soll zu Beginn in einer ersten Produktions-Linie eine jährliche Produktionskapazität von 100-MWh haben. Derzeit baut Altech im Dock3 Lausitz seine Pilotanlage für Silumina Anodes Material auf, mit dem Lithium-Ionen-Batterien eine bis zu 30% höhere Speicherkapazität erreichen.

Neue Batterien: nicht brennbar, explosionssicher, überdauern Lithium-Ionen-Batterien, verwenden Kochsalz

IKTS, laut eigenen Angaben das führende Batterieinstitut in Deutschland, hat die Festkörper-Batterie-Technologie über acht Jahre entwickelt. Die sogenannten Cerenergy-Batterien weisen deutliche Vorteile gegenüber Lithium-Ionen-Batterien auf. Sie sind:

  • umweltfreundlich (lithium-, kobalt-, graphit- und kupferfrei, stattdessen gewöhnliches Kochsalz)
  • sicher
  • verfügen über eine extrem lange Lebensdauer (mehr als 15 Jahre)
  • temperaturresistent, robuste Bauweise sorgt für breites Anwendungsspektrum (funktionieren in extrem kalten und wüstenartigen Klimazonen)

Lithium-Ionen-Batterien , die heute gängige Batterietechnologie, haben dagegen wesentliche Nachteile:

  • sie können sich überhitzen, was zu verheerenden Bränden und Explosionen führen kann
  • sie funktionieren in einem relativ engen Temperaturbereich
  • die Lebensdauer ist auf 7 bis 10 Jahre begrenzt
  • die Herstellung ist sowohl vom Angebot als auch vom Preis von einer Reihe kritischer Metalle abhängig

Seit einigen Jahren betreibt IKTS eine Pilotanlage für Festkörperbatterien in Hermsdorf, Thüringen. Die Batterien des IKTS befinden sich in der letzten Phase der Produktprüfung und sind bereit für die Vermarktung. Die endgültigen Batteriemodule mit einer Kapazität von jeweils 60 KWh wurden speziell für den Netzspeichermarkt entwickelt. 20 dieser 60-kW-Module werden zu einem Big Pack in einem Container zusammengeschlossen und sollen als 1,2-MW-Fertiglösungen ab Werk verfügbar sein.

Damit haben die neuen Altech-Batterien das Potential, die Netzbatteriespeicher der Zukunft zu sein. Informationen zu den Vorteilen von der neuen Batterietechnologie hat Altech in einem Video zusammengefasst:
Video Cerenergy-Batterien von Altech

Zusammenfassung

  • Gemeinschaftsunternehmen mit dem Fraunhofer Institut für keramische Technologien und Systeme (IKTS) gegründet
  • Produktionswerk für Festkörperbatterien (CERENERGY®) mit einer Kapazität von 100 MWh p.a. sowie der anschließende Ausbau auf 1 GW p.a. im Industriepark Schwarze Pumpe geplant
  • IKTS entwickelte die Technologie über 8 Jahre
  • Neue CERENERGY-Batterien: umweltfreundlich, sicher, lange Lebensdauer, deutliche Vorteile gegenüber Lithium-Ionen-Batterien
  • Temperaturresistent: Robuste Bauweise sogt für breites Anwendungsspektrum
  • Pilotanlage im Dock3 Lausitz, Fertigungsstätte im Industriepark Schwarze Pumpe geplant

Die komplette Pressemitteilung als PDF zum Herunterladen: Altech steigt zusammen mit Fraunhofer Institut in Produktion von Festkörperbatterien ein. Joint Venture für Netzspeicher

Visualisierung: Altech

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