Vergabekonferenz 2026 in Spremberg – diese Aufträge gibt es für Unternehmen

Bei der Vergabekonferenz 2026 für die Stadt Spremberg/Grodk haben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen erfahren, welche öffentlichen Aufträge die Stadt und die kommunalen Unternehmen planen.

Aufträge im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro vergeben die Stadt Spremberg/Grodk und die kommunalen Unternehmen im Jahr 2026. Welche Ausschreibungen in den kommenden Monaten geplant sind, haben Unternehmerinnen und Unternehmer am Mittwoch, 17. Juni 2026, bei der diesjährigen Vergabekonferenz für die Stadt Spremberg/Grodk erfahren. Zu dieser haben die Stadt sowie die ASG Spremberg GmbH als lokaler Wirtschaftsförderer gemeinsam eingeladen. Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von mehr als 30 lokalen und regionalen Firmen hatten sich für die rund zweistündige Veranstaltung im Spremberger Spreekino angemeldet. Bei einer Präsentation im großen Kinosaal erhielten die Gäste alle wichtigen Punkte zu den einzelnen Vorhaben. Kompakt und übersichtlich.

Alle Vergaben und Kontaktdaten sind in der Tabelle unter diesem Beitrag zusammengefasst. Zum Öffnen des jeweiligen PDF-Dokuments, bitte einfach auf den Titel klicken.

Die Stadt Spremberg/Grodk stellte zahlreiche Projekte aus den Sachgebieten Hochbau, Tiefbau, Gebäudemanagement, Umwelt, Zentrale Dienste sowie Schulen vor. Ganz oben steht der Erweiterungsneubau für die Berufsorientierende Oberschule Spremberg (BOS) am innerstädtischen Standort Wirthstraße/Friedrichstraße. Entstehen soll außerdem ein Stadthaus. Die Bauarbeiten laufen. Anfang Juni 2026 ist der Grundstein für den BOS-Erweiterungsbau gelegt worden. Geplant sind unter anderem Vergaben für folgende Gewerke/Lose: Elektroarbeiten und Gebäudeautomation, informationstechnische Anlagen, Trockenbau, Innenputz, Malerarbeiten, Fliesen- und Plattenarbeiten, Schlosserarbeiten, Freianlagen, Küchenausstattung. Der geschätzte Brutto-Auftragswert beträgt 9 Millionen Euro. Ein zweites großes Bauprojekt der Stadt ist die Sanierung und Erweiterung der Spremberger Schwimmhalle. Hier liegt der geschätzte Brutto-Auftragswert bei 5 Millionen Euro.

Süderweiterung des Industrieparks Schwarze Pumpe wird vorbereitet

Auf der Liste der Stadt Spremberg/Grodk stehen darüber hinaus noch viele weitere Aufträge. Etwa Reparaturen im Rahmen der Gebäudeunterhaltung. Der geschätzte Brutto-Auftragswert wird mit circa 680.000 Euro pro Jahr angegeben.

Die ASG Spremberg GmbH, die den Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) entwickelt und managt, präsentierte ebenfalls zahlreiche Vorhaben mit einem Gesamtumfang von mehreren Millionen Euro. Dazu gehören unter anderem Rodungsarbeiten und Baufeldvorbereitungen, die für die geplante Süderweiterung des ISP erforderlich sind. Zudem sind Rückbau- und Abbruchmaßnahmen in diesem Bereich geplant. Und auch die infrastrukturelle Erschließung mit einem geplanten Leistungsumfang in Höhe von rund 9 Millionen Euro. Ebenfalls auf der Liste steht die Ausschreibung der Sicherheitsdienstleistungen am Industriepark Schwarze Pumpe. Netto-Auftragswert: rund 4,6 Millionen Euro.

Spremberger Krankenhaus saniert Bettenstationen

Die Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH plant die Sanierung aller somatischen Bettenstationen im Krankenhaus. Angesprochen werden die Gewerke Heizung-, Lüftung- und Sanitär, Maler, Elektro, Tischler sowie Rohbau. Die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH setzt 2026 verschiedene Baumaßnahmen im Strom- und Fernwärmenetz um. Außerdem werden Aufträge im Bereich Wartung und Instandhaltung vergeben – etwa Druckbehälterprüfungen und das Abspüren der Gasleitungen. Bauvorhaben plant der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) in den Wasserwerken Bagenz und Klein Loitz. Dort werden Photovoltaikanlagen errichtet. Das Investitionsvolumen beträgt jeweils 70.000 Euro. Rohrleitungsbau ist ebenfalls ein Thema. Neu verlegen will der SWAZ Trink- und Abwasserleitungen in der Zucker- und Bergstraße in Spremberg.

Zum Abschluss erklärte Marco Zimmermann von der Auftragsberatungsstelle Brandenburg e.V., wie Betriebe einen Eintrag in das Amtliche Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen (AVPQ) sowie ins Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) beantragen können.

Bildunterschrift: Bei der Vergabekonferenz 2026 für die Stadt Spremberg/Grodk wurden die geplanten öffentlichen Aufträge der Stadt und der kommunalen Unternehmen im Spremberger Spreekino präsentiert. Für die Stadt Spremberg/Grodk übernahm das Kerstin Schenker, zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Foto: ASG Spremberg GmbH/Tobias Roitsch