BTU Cottbus-Senftenberg ist Partnerin beim Fachkräfte-Projekt Innovatorium Lausitz (ILAU)

Unterzeichnung LOI zwischen BTU Cottbus-Senftenberg und dem ZV ISP.

Der Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) braucht mehr Fachkräfte. Rund 5000 Menschen arbeiten heute für die knapp 110 ansässigen Unternehmen. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Mitarbeitenden weiter steigen – durch Neuansiedlungen und Erweiterungen. Gesetzt wird auf grüne Technologien. Und auf neue Wege bei der nachhaltigen und ganzheitlichen Gewinnung, Qualifizierung und Integration von Fachkräften. Angegangen werden soll dieses drängende Thema im geplanten Innovatorium Lausitz – kurz ILAU. Entstehen soll das moderne Zentrum direkt am ISP. Das Projekt, das vom Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe (ZV ISP) entwickelt wird, überzeugt viele Partner. Sie wollen ihren Anteil zum Erfolg beitragen. Dazu gehört nun auch die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg.

Unterzeichnet haben Christine Herntier, Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes ISP und Bürgermeisterin der Stadt Spremberg/Grodk, Petra Axel, Geschäftsführerin des Zweckverbandes ISP, und der hauptberufliche Vizepräsident für Forschung und Transfer an der BTU, Prof. Dr. Michael Hübner, einen Letter of Intent (LOI). Darin erklärt die BTU die feste Absicht, sich als aktive Partnerin am ILAU-Teilprojekt NEXUS-HUB zu beteiligen. Es wird angestrebt, später eine konkrete Kooperationsvereinbarung abzuschließen.

NEXUS-HUB bündelt Akteure aus dem Bereich der Fachkräftesicherung

Der NEXUS-HUB ist als organisatorische und soziale Schaltzentrale ein elementarer Baustein des Innovatorium Lausitz. An einem zentralen Ort bündelt der NEXUS-HUB alle Akteure aus dem Bereich der Fachkräftesicherung. Sie agieren kooperativ und ohne Konkurrenzdenken. Es geht nicht nur darum, freie Stellen in Unternehmen zu besetzen. Fachkräfte aus dem In- und Ausland werden begleitet, qualifiziert und integriert. Sie bekommen eine Bleibeperspektive in der Lausitz. Das ist wichtig. Denn allein mit Personal aus der Region lässt sich der Bedarf im ISP nicht decken.

„Wir haben viele Partner – auch in Dresden, Berlin und anderen Städten – die das große Potenzial erkannt haben, welches das ILAU bietet. Deshalb unterstützen sie es“, sagt Projektleiter Alexander Scharfenberg von der ASG Spremberg GmbH. Das kommunale Unternehmen managt und entwickelt den Industriepark Schwarze Pumpe. Mit der BTU als Partnerin beim ILAU-Projekt öffnen sich neue Türen. Etwa, um Studierende aus dem In- und Ausland für den Standort Schwarze Pumpe zu begeistern und ihnen die vielseitigen Jobperspektiven aufzuzeigen. „An der BTU gibt es schon die Gemeinschaften, die wir sonst für den Industriepark erst aufbauen müssten“, so Alexander Scharfenberg.

Tower wird das Herzstück des Innovatorium Lausitz in Schwarze Pumpe

BTU-Professor Michael Hübner regt an, einen Personaldienstleister zur zielgenauen Vermittlung zu gründen. Auch für Studierende. Dafür gibt es Zuspruch. „Das könnte ein Gamechanger sein“, sagt Alexander Scharfenberg. Diese und weitere konstruktive Ideen sorgen für einen gelungenen Start bei der Zusammenarbeit zwischen dem Zweckverband ISP und der BTU. Prof. Dr. Michael Hübner freut sich auf die weitere Zusammenarbeit und sieht zahlreiche Anknüpfungspunkte für die BTU Cottbus-Senftenberg in den Bereichen Transfer, Forschung und Lehre.

Auf bis zu 60 Millionen Euro wird die Investitionssumme für das ILAU geschätzt. Ein rund zehnstöckiger Tower ist das Herzstück des Gebäudekomplexes am Standort der ehemaligen Betriebsberufsschule im Spremberger Ortsteil Schwarze Pumpe. In dem Hochhaus ist neben dem NEXUS-HUB auch ein Komplex für Gesundheitsdienstleistungen sowie Qualifizierung und Weiterbildung geplant. Außerdem soll Wohnen auf Zeit in der Nähe des Industrieparks möglich sein.

Bildtext: Mit der BTU Cottbus-Senftenberg gibt es nun eine weitere Partnerin beim Projekt Innovatorium Lausitz (ILAU) am Industriepark Schwarze Pumpe (ISP). Den Letter of Intent (LOI) haben Christine Herntier, Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes ISP und Bürgermeisterin der Stadt Spremberg/Grodk, der hauptberufliche Vizepräsident für Forschung und Transfer an der BTU, Prof. Dr. Michael Hübner (links), sowie die Geschäftsführerin des ZV ISP, Petra Axel (nicht im Bild), unterzeichnet. Projektleiter ist Alexander Scharfenberg von der ASG Spremberg. Foto: ASG Spremberg GmbH/Tobias Roitsch