Schwarze Pumpe wartet nicht: Industriepark setzt nach Reservekraftwerks-Entscheidung auf eigene Stärke

Mit neuen Gas-Reservekraftwerken soll künftig die Stromversorgungssicherheit in Deutschland gewährleistet werden. Als Standort für ein solches Kraftwerk ist auch der Industriepark Schwarze Pumpe auf der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen im Rennen. Geplant wird es vom Energieunternehmen LEAG. In der ersten Ausschreibungsrunde hat der Standort jedoch keinen Zuschlag erhalten. Die Ergebnisse hat die Bundesnetzagentur am 3. November 2026 veröffentlicht.
Für die Lausitz insgesamt fällt die Bilanz positiv aus: Von den elf Zuschlägen gehen sechs in die Region. Die LEAG hat Zuschläge für vier Standorte in Brandenburg und zwei in Sachsen erhalten.
Werte und Arbeitsplätze schaffen
„Für den Strukturwandel in der Lausitz ist das eine gute Nachricht. Für den Industriepark Schwarze Pumpe ist die Entscheidung aber bitter – wir hatten die Flächen vorbereitet. Aber auf Hoffnungen allein bauen wir keine Zukunft. Wir konzentrieren uns auf das, was wir selbst in der Hand haben: Unternehmen, die hier investieren, und Flächen, die wir für sie entwickeln“, sagt Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, Sprecherin der Lausitzrunde und Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes Industriepark Schwarze Pumpe.
Wie das konkret aussieht, zeigt die LEAG bereits vor Ort: Mit dem MCR-Werk und der Blendanlage in der Brikettfabrik investiert das Unternehmen im Industriepark und schafft Arbeitsplätze in nennenswerter Größenordnung.
„Schwarze Pumpe wartet nicht auf Zuschläge. Wir machen uns selbst auf den Weg: Für die neuen Industrieflächen im sächsischen Teil des Industrieparks gehen wir aktiv und international auf Investoren zu. Die Investitionen der LEAG zeigen, dass dieser Standort trägt. Genau das ist unser Anspruch – Industrie, die hier Werte und Arbeitsplätze schafft“, sagt Dr. Maria Marquardt, designierte kaufmännische Geschäftsführerin der ASG Spremberg GmbH.
Bildunterschrift: Der Industriepark Schwarze Pumpe auf der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen erhält in der ersten Ausschreibungsrunde keinen Zuschlag als Standort für ein neues Gas-Reservekraftwerk. Gewartet wird aber nicht auf Zuschläge. Foto: ASG Spremberg GmbH