ASG Spremberg wird 30 Jahre alt

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Luftaufnahme des Industrieparks Schwarze Pumpe mit dem Dock3 Lausitz

Die ASG Spremberg GmbH ist 30 Jahre alt geworden. Ihre Gründung erfolgte am 1.April 1992. Die Stadtverordneten von Spremberg hatten den Beschluss gefasst, eine Altstadtsanierungsgesellschaft (ASG) zu gründen. Ziel war es zunächst, den Stadtkern von Spremberg zu entwickeln, Sanierungsgebiete festzulegen, Fördermittel dafür zu generieren und die Stadtsanierung voranzutreiben. Petra Axel, heutige kaufmännische Geschäftsführerin, nahm ihre Tätigkeit bei der ASG zum Zeitpunkt der Gründung als Sachbearbeiterin auf. Die ASG wurde Treuhänderischer Sanierungsträger für die Stadt Spremberg.

Heute ist die ASG Spremberg Wirtschaftsförderer nicht nur vom brandenburgischen Spremberg, sondern auch vom sächsischen Spreetal. Die ASG verantwortet das Management und die Entwicklung des Industrieparks Schwarze Pumpe (ISP). Nicht zuletzt auch durch die Installation des Kompetenzzentrums Dock3 Lausitz agiert die ASG im Hotspot des Lausitzer Strukturwandels.

Altstadtsanierungsgesellschaft = ASG

Zu den Sanierungsmaßnahmen in Spremberg gehörten Anfang der 90er Jahre u.a. die Mediensanierung und Umgestaltung des Stadtkerns. Ein besonderes Projekt war die Sanierung der Kreuzkirche. Etwa 41.306 Mio. Euro wurden dabei an Förder- wie Eigenmitteln umgesetzt. Fünf Mitarbeiter wurden bei der ASG Spremberg zu diesem Zeitpunkt beschäftigt.

ASG wird Wirtschaftsförderer von Spremberg

1997 fassten die Stadtverordneten von Spremberg den Beschluss, die damalige Wirtschaftsfördergesellschaft Hoyerswerda-Spremberg aufzulösen, die Wirtschaftsförderung bei der Stadt Spremberg auszugliedern und Aufgaben wie Personal auf die ASG zu übertragen. Somit übernahm die ASG  1997 die Aufgaben der Wirtschaftsförderung für Spremberg.

1997 übernahm die ASG Spremberg als Treuhänderischer Sanierungsträger auch die Aufgaben der Stadtsanierung in Döbern. Sanierungsmittel in Höhe von ca. 5,8 Mio. Euro wurden   bewirtschaftet und umgesetzt. Auch für die Gemeinde Neuhausen wurde die ASG tätig und beantragte Fördermittel für die Sanierung der Talsperre Spremberg sowie der Strandsanierung. Die Mitarbeiterzahl wuchs auf 13 an.

ASG übernimmt Industrieparkmanagement Schwarze Pumpe

Mit Bekanntwerden der Ansiedlung der Papierfabrik Hamburger-Rieger im Industriepark Schwarze Pumpe im Jahr 2000 kam die Stadt in die Verantwortung, entsprechend Infrastruktur bereitzustellen. Die ASG wurde mit der Aufgabe der Treuhänderischen Entwicklung und Erschließung des brandenburgischen Teils des Industrieparks Schwarze betraut. Damit entwickelte sich eine der bis heute andauernden Schwerpunktaufgaben der ASG Spremberg: Ansiedlungsflächen zu schaffen, Unternehmen anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Im ISP arbeiteten im Jahre 2000 ca. 2.800 Beschäftigte.

Infrastrukturmaßnahmen an Medien und Straßen wurden umgesetzt. Parallel liefen Altlastensanierung und Abrissmaßnahmen, der Bau der ersten Abwasseranlage wurde realisiert. Entsprechend wurde das Personal aufgestockt. Die ASG wuchs auf 17 Mitarbeiter.

Infrastrukturelle Entwicklung des ISP wird Hauptaufgabe / Spreetal kommt hinzu

2005 ging die erste Abwasseranlage in Betrieb. Die Papierfabrik Hamburger Rieger nahm mit der ersten Papiermaschine die Arbeit auf. Für den Industriepark begann ein neues Zeitalter.

Für die ASG wurde somit die infrastrukturelle Entwicklung des Industriepark immer mehr zur Hauptaufgabe. Im Jahre 2007 wurde zwischen der Gemeinde Spreetal und der ASG Spremberg der Treuhändervertrag zur infrastrukturellen Entwicklung und Erschließung für den sächsischen Teil des Industrieparks geschlossen. Die Gemeinde Spreetal wurde Gesellschafter der ASG. Die ASG übernahm damit neben der Entwicklung des Industrieparks Schwarze Pumpe gleichzeitig der Aufgabe der Wirtschaftsförderung für Spreetal. Damit wurde der Industriepark Schwarze Pumpe zu einem Wirtschaftsstandort, der von den Landesgrenze zwischen den Bundesländern Sachsen und Brandenburg durchzogen wird – Deutschlandweit einmalig.

Schließlich wurde die zweite Abwasseranlage in der ersten Ausbaustufe errichtet und zur Betriebsführung übergeben. Es wurden weitere Flächen revitalisiert, Straßen und Medien saniert und eine Brauchwasserleitung von 14 Kilometern Länge errichtet.

Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe wird gegründet

2012 beschlossen die Stadt Spremberg und die Gemeinde Spreetal die Gründung des Zweckverbandes Industriepark Schwarze Pumpe (ZVISP). Damit wurden sämtliche Infrastrukturanlagen Eigentum des Zweckverbandes. Die ASG Spremberg ist nun als Konzessionär und Dienstleister für den Zweckverband tätig. Sie übernimmt die Betriebsführung und betreibt die Abwasseranlagen 1 und 2 sowie die Niederschlagswasserkläranlage eigenständig. Der Firmensitz wird von Spremberg nach Schwarze Pumpe verlegt. Das Unternehmen hat 2013 bereits 23 Mitarbeiter. Die ASG Spremberg entwickelt sich mehr und mehr zu einem modernen multifunktionalen Dienstleister. Ab 2017 übernehmen Roland Peine (Technischer Geschäftsführer) und Petra Axel die Geschäftsführung als Doppelspitze.

2018 fällt der Investor Hamburger Rieger die Entscheidung zur Errichtung der zweiten Papiermaschine. Für den Zweckverband und die ASG bedeutet diese die Bereitstellung weiterer Infrastrukturanlagen. Die Erweiterung der Abwasseranlagen erfolgt, eine eigene Brauchwasserversorgungsanlage wird errichtet, weitere Infrastrukturmaßen werden umgesetzt. Das Kompetenzzentrum Dock³ Lausitz startet 2020.

Zweiter Strukturbruch durch Kohleausstieg steht an / Die ASG ist vorbereitet

Seit 2000 wurden über 330 Mio. Euro Förder- und Eigenmittel in die infrastrukturelle Entwicklung des Industriepark Schwarze Pumpe durch die ASG bewirtschaftet und investiert.

Mit den Beschlüssen unserer Bundesregierung zum Kohleausstieg ab 2038 bzw. aktuell „idealerweise 2030“ steht der ISP vor seinem zweiten Strukturbruch. Der Bund stellt über die Länder Fördermittel für die Strukturentwicklung in Aussicht. Der Zweckverband beschließt die flächenmäßige Erweiterung des Industrieparks um ca. 300 Hektar. Die Aufgaben der ASG Spremberg und damit des Industrieparkmanagements fokussieren sich auch perspektivisch auf die flächenmäßige Entwicklung des Industrieparks und dessen Vermarktung, um Investoren anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Aufgabe, Fachkräfte zu gewinnen und zu entwickeln, Fachkräfte zurück in die Region zu holen, wird zu einer der Schwerpunkte des Engagements des Unternehmens. Dazu gehören auch berufsorientierende und qualifizierende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche.

ASG: Ansiedeln, Stärken, Gestalten

540 Unternehmen in Spremberg und Spreetal werden durch die ASG als Wirtschaftsförderer betreut. Ebenso entwickelt die ASG Spremberg Strukturwandelprojekte. Dazu gehören u.a. das Gesundheitslandhaus Schwarze Pumpe, der Campus Lebenslanges Lernen, der Sportpark Schomberg und das Projekt „Gesundheit im Bahnhof“. Das Citymanagement der ASG ist für eine attraktive und lebendige Innenstadt verantwortlich. Spremberg hat sich für die Landesgartenschau 2026 beworben. Auch das gehört zum Tätigkeitsbereich der ASG.

Im 30. Jahr des Bestehens der ASG Spremberg werden 71 Mitarbeiter beschäftigt. Etwa die Hälfte ist im Bereich des Betriebs der Infrastrukturanlagen zuzuordnen.

Hinter den drei Buchstaben ASG verbergen sich mittlerweile drei neue Begriffe: Ansiedeln. Stärken. Gestalten.


Foto: Drohnen Expertise

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